Großer Glühwein-Vergleich – der beste Glühwein

Spätestens wenn wir im Supermarkt die ersten Lebkuchen erspähen und die dicken Socken aus der Sommerpause zurückholen, kommt uns auch der ein oder andere Gedanke an Glühwein in den Sinn. Jahrelang war der heiße Gewürzwein unter Weinkennern eher unbeliebt, stand er doch im Verdacht, immer nur aus billigem Wein mit viel Zucker zu süßer Plörre verrührt zu werden.

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt - Vino Culinario
Glühwein und Advent gehören einfach zusammen!

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei! Klar – sollte man den Glühwein aus dem Tetrapack für 0,99 € kaufen, darf man seine Erwartungen nicht allzu hoch stecken. Mittlerweile haben aber nicht nur viele Weingüter ihren eigenen Winzerglühwein im Programm, auch bei den großen und bekannten Marken hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Kunde auch hier Qualität erwartet. Hochwertige Hersteller setzen sogar auf rebsortenreine Glühweine oder geben diese zumindest an. Hier sind durchaus Edeltrauben wie Merlot, Tempranillo, Sangiovese oder Chardonnay zu finden!

Das Resultat sind mehr trockene, mit Gewürzen versehene Weine, geringerer Zuckergehalt und mehr individueller Geschmack. Wir haben uns die aktuellen Glühweine angesehen und finden, dass hier für jeden Geschmack etwas dabei ist – egal ob roter Glühwein, weißer Glühwein, Punsch oder alkoholfreier Glühwein.

Der beste Glühwein

Was macht den besten Glühwein aus? Geschmäcker sind verschieden, daher ist das ein sehr subjektives Kriterium. Natürlich sollte der Geschmack ausgewogen sein, nicht zu sauer, süß oder alkoholisch schmecken. Worauf wir uns sicher einigen können: Preis-Leistungs-Verhältnis sollten stimmen, der Glühwein sollte bei Verkostungen und Kunden gut abschneiden und bei Bestellung angemessene Lieferkosten bieten.

Roter Glühwein

Der Klassiker unter den Gewürzweinen ist – nicht erst seit Erfindung des Weihnachtsmarktes – der rote Glühwein. Bereits im Mittelalter wurde gern zum Aufwärmen ein roter Tropfen mit Gewürzen wie Zimt, Anis, Nelken und Honig gemischt getrunken. Da die Gewürze nicht ganz günstig waren, stand dieses Getränk meist bei Adel und Klerus auf dem Tisch.
Heutzutage erfreuen wir uns an einer Vielzahl fruchtiger, würziger und mehr oder weniger süßer Glühweine, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Unsere Favoriten in der Rubrik „Der beste rote Glühwein“:

Weißer Glühwein

Eine etwas neuere Erfindung, die aber bei den hierzulande vielfältig angebauten Weißwein-Rebsorten logisch erscheint, ist der weiße Glühwein. Fruchtige Rebsorten wie Riesling oder Silvaner finden hier zusammen mit Zimt und Nelken in die Flasche – der „weiße Punsch“ ist eine interessante Alternative zum klassischen roten Glühwein.

Hochwertiger Winzerglühwein

Immer mehr Weinbauern und Winzer entdecken das Potential hochwertiger Glühweine und haben diese unter dem Begriff „Winzerglühwein“ im Sortiment. Nicht immer, aber häufig sind diese sortenrein ausgebaut und tragen die verwendete Rebsorte im Namen, so dass sich besonders gut ein dem eigenen Geschmack entsprechender Glühwein finden lässt.

Damit ein Glühwein Winzerglühwein heißen darf, muss der Winzer eigene Trauben verwenden und darf lediglich Gewürze und Aromen, aber keine Säfte oder Wasser hinzufügen. Zucker darf lediglich in Form von natürlichen Zuckerstoffen Verwendung finden und der Glühwein muss im eigenen Betrieb hergestellt werden.
Klingt gut? Finden wir auch – hier unsere Favoriten:

Alkoholfreier Glühwein

Wie es immer so ist – einer muss fahren. Zum Glück gibt es auch hervorragenden Glühwein auf dem Markt, der alkoholfrei ist. Die Hersteller haben entdeckt, dass nicht nur Kinderpunsch sich gut verkauft, sondern viele Menschen aus religiösen, gesundheitlichen oder anderen Gründen auf Alkohol verzichten. Damit auch diese mit einer leckeren, dampfenden Tasse auf dem Weihnachtsmarkt stehen können, stellen wir hier unsere Favoriten für alkoholfreien Glühwein und Kinderpunsch vor. Am besten schnitten hier Rabenhorst Heißer Rabe Bio und der helle Katlenburger Fruchtglühwein ab, beides

Glühweinzubehör

Nicht jeder will einen fertigen Glühwein in vorgegebener Mischung kaufen. Mancher möchte gerne seinen Lieblingswein im Winter zu Glühwein verwandeln oder individuelle Geschmacksnoten verwenden. Auch für private Feiern oder einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt eignet sich die Do-it-yourself-Methode. Mit den vorgestellten Utensilien wie einem Glühweinkocher in der passenden Größe und einem guten Glühweingewürz gelingt der eigene Glühwein im Handumdrehen. Und wenn man dann noch eine freche Tasse zur Hand hat, umso besser!

Ratgeber Glühwein

Wie hält man Glühwein richtig warm?

Wie die meisten vielleicht noch aus der Schulzeit wissen, verdampft Alkohol deutlich früher als Wasser, nämlich bereits bei 78°. Steht der Glühwein also fröhlich blubbernd mit offenem Deckel stundenlang auf dem Herd, produziert man schnell unfreiwillig einen labbrigen Kinderpunsch. Daher sollte Glühwein immer nur bei geschlossenem Deckel auf max. 80° C erhitzt, aber nicht gekocht werden! Es reicht, wenn leichter Dampf aufsteigt. Dies tut auch den flüchtigen Fruchtaromen und Gewürzen gut, es entstehen keine schädlichen Zuckerabbauprodukte und niemand verbrennt sich beim ersten Schluck den Mund.

Glühwein selber machen / Glühweinrezepte

Glühwein Rezept für Weihnachten - Vino Culinario
Selbstgemachten Glühwein kann man wunderbar im Glas dekorieren

In geselliger Runde zuhause möchte man vielleicht selbst einen Glühwein ansetzen. Dies gelingt bereits, wenn man Rotwein, Zimt (am besten als Stange), Gewürznelken und Orangen im Haus hat. Anis, Kardamom und Honig ergeben je nach Wunsch auch angenehme Geschmacksnoten.
Man kann die kleinteiligen Gewürze gut in einen Teebeutel für losen Tee geben und seitlich mit dem Topfdeckel einklemmen oder mit einer Klammer geschlossen in den Topf geben.

Vorsicht mit den Nelken – da diese ein sehr intensives Aroma abgeben, lieber nur einzeln verwenden oder zum Schluss hinzugeben. Auch Honig sollte man erst kurz vor dem Servieren in den Glühwein einrühren.

Zum Servieren in Gläsern sehen eine Orangenscheibe und Sternanis sowie eine quer übers Glas gelegte Zimtstange sehr schön aus.

Unsere Rezepte rund um Glühwein:
Rezept für klassischen Glühwein (rot und weiß)
Bishop (traditioneller roter Punsch wie bei Charles Dickens 😉 )
Glühweinmarmelade

Tipp: Ein fertiges Glühweingewürz enthält meist die vorgenannten Gewürze in gut abgestimmter Mischung.

Typische Glühweingewürze

Die klassischen Glühweingewürze sind meist orientalischer Herkunft und ähneln denen, die man vom Lebkuchen her kennt. Nelken (Gewürznelken) und Zimt sind unerlässlich für das klassische Glühweinrezept. Fruchtiger wird der Gewürzwein mit der Zugabe von Orangen oder Zitronenschale, süßer mit Honig oder braunem Zucker (Rohrzucker). Intensive Aromen erreicht man mit Anis, Vanille und Kardamom. In historischen Aufzeichnungen finden sich ferner Ingwer, Muskat und Safran.

Etwas ausgefallenere Varianten enthalten gerne mal Rosmarin, Karamell, Tannenhonig oder gar Grapefruit-Scheiben. Erlaubt ist, was schmeckt, allerdings sollte man kulinarische Experimente nicht unbedingt am Hektoliter-Topf für die gesamte Abendgesellschaft ausprobieren. Klingt logisch, oder?

Kleine Anekdote: Der erste kommerzielle Flaschen-Glühwein wurde 1956 in Augsburg von einer kleinen Kellerei abgefüllt und verkauft. Dies ist nur deshalb so genau zu datieren, weil damals der Zusatz von Zucker in Wein streng verboten war und daraufhin von der Stadt ein Bußgeld verhängt wurde. Der historische Bußgeldbescheid der Stadt Augsburg gilt als Beleg für den Ursprung des Glühweines. Der Streit wurde später beigelegt, das Weingesetz angepasst und die Kellerei verkauft heute noch unter dem Namen des Firmengründers Rudolf Kunzmann den bekannten und beliebten Kunzmann Augsburger Christkindlmarkt Glühwein.

Was ist der Unterschied zwischen Glühwein und Punsch?

Glühwein, Grog, Punsch, Glögg, Feuerzangenbowle – was ist da der Unterschied? Streng genommen gelten all die Getränke, bei denen Likör oder Branntwein zugesetzt wird, nicht mehr als Glühwein, sondern als Punsch. Meist sind dies aromatische Spirituosen wie brauner Rum, Weinbrand, Gin oder Liköre wie z.B. Amarettolikör.

Der skandinavische Glögg wird mit Korn oder Wodka zubereitet, Grog enthält statt des klassischen Rum auch gerne mal Whiskey oder Arrak.
Die Feuerzangenbowle (oder Krambambuli) besteht aus warmem Gewürzwein und einem in Rum getränkten Stück Zucker, das oberhalb des Getränkes angezündet wird, karamellisiert und in die Bowle hineintropft. Die Feuerzangenbowle ist damit auch in die Rubrik Punsch einzuordnen.

Ab wann darf man Glühwein trinken?

Bei allem Genuss: Glühwein ist ein alkoholisches Getränk mit dem für Wein üblichen Alkoholgehalt von 7-14 %. Daher gilt das gleiche Gesetz wie für normalen Wein (und Bier). Laut diesem beträgt das in Deutschland aktuell gesetzliche Mindestalter zur Abgabe von alkoholischen Getränken 16 Jahre. Ausnahmen gibt es, wenn man von einer sorgeberechtigten Person begleitet wird, dann ist die Abgabe ab 14 Jahren erlaubt.

Ein Glühwein mit Schuss (meist Rum mit ca. 40 % Alkohol) schlägt mit einem noch höheren Alkoholgehalt zu Buche und darf strenggenommen unter 18 Jahren nicht konsumiert werden (gilt für alles ab 15 % Alkohol). In anderen Ländern gelten noch strengere Regeln. Man sollte also vor dem Weihnachtsmarktbesuch die aktuellen Jugendschutzgesetze und Marktvorgaben noch einmal durchlesen, um einer Enttäuschung vorzubeugen.

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