Die besten Gläser für Rotwein

Rotweingläser gibt es (fast) wie Sand am Meer – wie soll man da wissen, welche am besten geeignet sind? Zwei Grundregeln sollte man beachten: Rotweingläser sollten größer als Weißweingläser sein, so dass der Wein mit mehr Sauerstoff in Kontakt kommen und seine Aromen besser entwickeln kann. Weiterhin sollten Rotweingläser einen Stiel haben und mittig mehr Volumen als oben haben.

Weitere Kriterien für ein gutes Rotweinglas sind eine dünne Wand und bauchige Form. Kräftigere Weine können in größeren, höheren Gläsern gut zur Geltung kommen. So sind die größten Gläser für Rotwein auch die sog. Bordeauxgläser. Burgundergläser sind etwas kleiner und bauchiger. Für den Anfang genügt ein guter Allrounder, so dass man verschiedene Weine auch gut unter gleichen Bedingungen verkosten kann.

Trinkt man gerne und häufig Rotwein, sollte man sich zusätzlich zum Allroundglas noch ein extra hohes, großes für edlere und schwerere Weine zulegen.

Die besten günstigen Rotweingläser

Für die solide Grundausstattung zu erschwinglichen Preisen genügen erst einmal je ein Set gute, günstige Wassergläser, Weißweingläser, Sektgläser und Rotweingläser. Neben dem Preis sind hier die Stabilität, Verarbeitung und Multifunktionalität wichtig. Man sollte ein mittelgroßes Glas für Rotwein wählen, um verschiedene Weine daraus trinken zu können.

Auch wenn man Weingläser am besten per Hand spült, schadet es nicht, wenn sie spülmaschinenfest sind. Es empfiehlt sich, mindestens in ein 4er-, besser noch ein 6er-Set zu investieren, so hat man auch in etwas größerer Runde genügend Gläser und falls mal eines zu Bruch geht, steht man nicht gleich mit zu wenigen Gläsern da.

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Die besten Allrounder-Rotweingläser

Wer etwas mehr Wert auf dünnes Glas und hochwertige Verarbeitung legt und seinen Gästen Wein aus den passenden Gläsern servieren möchte, sollte sich ein gutes Set mittelgroßer Rotweingläser als All-in-one zulegen.
Im Zweifelsfall lieber die etwas größere Variante wählen, mit der auch hochwertigere, gelagerte Weine gut präsentiert werden können. Für die ganz jungen, fruchtigen Rotweine kann notfalls aufs Weißweinglas zurückgegriffen werden, auch wenn der Allrounder für die meisten Rotweine geeignet ist.

Es gibt eine Vielzahl von schönen Formen und egal, ob einem klassisch bauchig oder konisch modern besser gefällt, achten sollte man auf den größeren Umfang des Glases im unteren Drittel, da hier die Aromen entstehen und sich sammeln. Nach oben hin sollte sich das Glas wieder etwas verjüngen, so dass die Duftstoffe im Glas gefangen bleiben, bis man sie mit der Nase einatmet.

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Die besten hochwertigen Rotweingläser

Für Weinkenner und solche, die es werden wollen, ist die Investition in gute, hochwertige Rotweingläser selbstverständlich Ehrensache. Ein guter, nicht selten auch etwas kostspieligerer Wein sollte durch das passende Glas bestmöglich unterstützt werden und seine Aromen optimal entfalten können. Alles andere wäre Verschwendung.

Während man bei Weißwein noch eher mit nur einem guten Glas auskommt, ist es für Rotwein eher empfehlenswert, sich relativ bald zwei verschiedene Sets Rotweingläser zuzulegen. Zum einen braucht man ein gutes mittelgroßes, leicht bauchiges Standard-Rotweinglas oder Burgunderglas für leichtere, fruchtigere Rotweine, zum anderen ein höheres Bordeauxglas für schwere, barriquegereifte und ältere Rotweine. Der Wein, die Gäste und die eigenen Geschmacksknopsen werden es einem danken.

Hochwertige Burgundergläser

Burgundergläser sind um die Mitte etwas breiter – dies ermöglicht es den flüchtigeren, fruchtigen Aromen, sich im Glas zu entwickeln, aber nicht sofort nach oben zu entweichen. Geeignet sind Burgundergläser, wie der Name schon sagt, für rote Burgundersorten wie Spätburgunder (Pinot noir), Schwarzriesling (Pinot meunier), St. Laurent oder Frühburgunder (Clevner), aber auch andere fruchtbetonte rote Rebsorten wie Barolo, Beaujolais, Dornfelder, Gamay, Nebbiolo, Trollinger oder sogar gereifte, schwerere Weißweine wie Chardonnay und Grauburgunder (Pinot gris).

Hochwertige Bordeauxgläser

Die größten Gläser im Schrank sind die Bordeauxgläser – ein hoher Kamin ermöglicht es den schwereren, würzigeren Aromen der häufig fassgereiften und alkoholreicheren Weine, sich zu entfalten und in günstiger Kombination Nase und Gaumen zu erreichen. Geeignet sind die Gläser für reichhaltige, tanninreiche rote Weine aus Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet franc, Domina, Lemberger, Malbec, Merlot, Sangiovese, Syrah oder Tempranillo. Weine aus Bordeaux, Rioja und Süditalien sind für Bordeauxgläser prädestiniert.

Schöne Rotweingläser mit Gravur

Manchmal soll es etwas Ausgefalleneres sein – entweder für die opulente Tafel zuhause, als Geschenk mit Bezug zum Wein oder weil man einfach auf individuelles Design steht. Dann sind Rotweingläser mit Gravur eine schöne Idee, mit der man Funktionalität und Optik gut vereinen kann.

Eine sinnvoll platzierte Gravur beeinträchtigt weder die Qualität vom Glas noch vom Wein und ergibt optisch ein Highlight auf dem Tisch. Hier kann man wählen zwischen einer individuellen Gravur (etwas teurer, dafür ein wirklich persönliches Geschenk) oder einem charmanten Weinspruch oder grafischen Verzierungen. Auch ergänzend zu einer guten Flasche Rotwein sind gravierte Weingläser eine schöne Beigabe, z.B. zu einer Hochzeit.

Ratgeber Rotweingläser

Aufbau Rotweinglas

Glasaufbau Struktur Weinglas - Vino Culinario
Typischer Aufbau einer klassischen Weinglasform

Die klassische Form eines Rotweinglases mit Stiel besteht aus ebendiesem samt einem Fuß, darüber kommt der Kelch (auch Kuppa genannt), gefolgt vom für das Bouquet so wichtigen Kamin und schließt mit dem Glasrand oben ab.

Ein gutes Glas für Rotwein sollte die Duftnoten optimal zur Nase führen und den Wein gut an die Stellen auf der Zunge verteilen, die für die Aromen, das Tannin und die Grundgeschmäcker süß, salzig, sauer und bitter zuständig sind.
Weiterhin sollten durch das Glas Temperatur und Viskosität des Weines nicht verfälscht werden, was z.B. durch eine zu dicke Glaswand der Fall ist.

Wie unterscheidet man ein Rotweinglas von einem Weißweinglas?

Steht man ratlos vorm Schrank, gilt die Faustregel: Die größeren Gläser sind für den Rotwein gedacht. Weißweingläser sind niedriger und auch kleiner von Volumen und Umfang. Stellt man sich die Oberfläche des Weines an der breitesten Stelle vor, wird auch schnell klar, warum. Rotwein benötigt mehr Kontakt zur Luft, um seine Aromen zu entfalten, dies ist bei den breiteren Gläsern der Fall. Weißwein wird kälter getrunken und kann in einem schmaleren Glas mit geringerer Oberfläche länger seine Temperatur halten.

Welches Glas für welchen Rotwein?

Stehen im Schrank lediglich zwei unterschiedliche Weingläser, so sollte man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das größere wählen. Meist ist dies ein mittelgroßes Burgunderglas, das sich für die meisten Rotweine gut eignet.

Gibt es ein größeres und ein kleineres Rotweinglas, so sollte man für leichte und fruchtige Rotweine wie die Burgundersorten, z.B. Spätburgunder (auch Pinot noir oder Blauburgunder genannt) und Dornfelder, aber auch jüngere italienische und französische Rotweine aus Barbera, Gamay, Sangiovese oder Cabernet franc das bauchigste, aber niedrigere Rotweinglas wählen.

Für die älteren, barriquegereiften Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Zweigelt oder kräftige italienische und spanische Weine wie Barolo, Rioja, Tempranillo und Garnacha nimmt man am besten das größte Glas im Schrank, ein hohes Bordeauxglas mit viel Oberfläche und einem längeren „Kamin“ (so heißt der obere Teil des Glaskelches). Meist ist dieses Rotweinglas für die alkoholstärkeren, tanninhaltigeren Rotweine geeignet.

Aus dem bauchigen Burgunderglas lassen sich übrigens nicht nur die typischen Rebsorten wie oben genannt trinken, sondern auch schwerere, gelagerte weiße Burgundersorten wie Chardonnay oder Grauburgunder. Merkspruch: „Burgund ist rund“.

Woran erkennt man ein gutes Rotweinglas?

Wein optisch verkosten, Degustation - Vino Culinario
Kenner beurteilen optisch auch die Farbe und Viskosität, daher sollte das Glas nicht eingefärbt sein.

Wichtigstes und einfach zu merkendes Kriterium: Ein stilvolles Rotweinglas besitzt – ganz einfach – einen Stiel. Dieser erfüllt nicht nur ästhetische Funktionen, sondern hat den Vorteil, dass das Glas nicht am Kelch angefasst werden muss. Ein Rotweinglas hält man immer am Stiel, um zu verhindern, dass durch die Handwärme der Wein seine optimale Temperatur und somit an Aroma verliert.

Weiterhin ist ein Zeichen für ein hochwertiges Rotweinglas, dass es keine Längsnaht am Stiel gibt, was bei günstig hergestellten, gepressten Gläsern häufig der Fall ist. Die hochwertigsten Rotweingläser sind mundgeblasen und aus Kristallglas, dort ist selbstverständlich keine Naht zu sehen, sie schneiden in Blindverkostungen regelmäßig am besten ab. Der Kelch selbst sollte dünnwandig und bauchig geformt sein, angenehm in Haptik und Klang. Die vorgenannten Eigenschaften werden mittlerweile nicht nur von Glasmanufakturen wie Eisch, Riedel oder Zieher angeboten, sondern sind auch bei den höherwertigen Glasprodukten bekannter Glashersteller wie Schott Zwiesel, Leonardo, WMF oder Iittala Standard.

Viele dieser Hersteller werben mittlerweile mit speziellen Glasrezepturen und Behandlungen, die die Gläser bruchfester, spülmaschinenfest und kratzfrei machen sowie die Oberfläche vor Verfärbungen schützen sollen.

Von eingefärbten Rotweingläsern sollte man die Finger lassen, wenn man es mit dem Weingenuss ernst meint, da man die Farbe des Weines nicht mehr erkennt und es sich zudem meist um minderwertige Qualität handelt.

Wie reinigt und pflegt man ein Rotweinglas richtig?

Viele auch hochwertige Rotweingläser sind mittlerweile spülmaschinenfest und auch auf lange Sicht sei nach Herstellerangaben nicht mit Trübungen zu rechnen. Dies mag richtig sein und im Alltag, wenn es schnell gehen muss, auch praktisch. Wer aber gutes Geld für hochwertige Gläser ausgibt, sollte diese am besten von Hand spülen. Dies hat nebenbei den positiven Effekt, dass keine Klarspüler- oder Salzreste auf den Gläsern verbleiben, die beim nächsten Mal den Weingeschmack verfälschen.

Mit kurzem Einweichen und anschließend heißem Ausschwenken ist schon viel getan, Spülmittel nur im Notfall sparsam verwenden und gründlich mit klarem heißen Wasser nachspülen. Rotweingläser sollten weiterhin am besten gleich mit einem weichen, fusselfreien Tuch abgetrocknet werden, um Kalkränder zu vermeiden.

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